„Handeln ist heilender als Reden.“ (J.L. Moreno)
Psychodrama
Das Wort „Psychodrama“ kommt aus dem Griechischen und lässt sich übersetzen mit „Psyche = Seele“ und „Drama = Handlung“.
Der Begründer des Psychodramas, Jakob Lewin Moreno, beschreibt seine Methode als die Möglichkeit, die eigene Seele durch Handeln zu ergründen.
Die Techniken des Psychodramas bieten neben gesprächstherapeutischen Interventionen Möglichkeiten, spontane und kreative Entwicklungs- und Lösungswege zu begehen. Dies ist z.B. durch die szenische Darstellung oder das Nachspielen von Situationen möglich. Das eigene Erleben wird so aktiviert, Konflikte werden sichtbar und können bearbeitet werden.
Eine oftmals verwendete Methode des Psychodramas ist der Rollentausch, bzw. der Rollenwechsel. Hier kann man sich z.B. in die Person eines Konfliktgegners, den Partner, ein Familienmitglied oder auch in ein Symptom wie z.B. Kopfschmerz hinein versetzen. Ziel ist es, verschiedene Möglichkeiten zu erkennen, wie
- Verständnis und Empathie für eine andere Person und deren Sichtweisen zu entwickeln,
- das eigene Verhalten aus der Rolle einer anderen Person und Perspektive zu reflektieren und wenn nötig zu korrigieren,
- eigenes Abwehrverhalten zu erkennen und zu lockern oder
- die Bedeutung von z.B. eigenen inneren Anteilen besser zu verstehen.